Patientin in akuter Lebensgefahr: Erneute Hubschrauberrettung am Klinikum Leverkusen
26.03.2025Nach einem wiederholt schwierigen Landemanöver betont der Leiter der Zentralen Notaufnahme die Dringlichkeit der Realisierung des geplanten Dachlandeplatzes.
Erneut hat die Landung des Rettungshubschraubers „Christoph Rheinland“ viele Blicke auf sich gezogen. Am Mittwochvormittag wurde der Helikopter von der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Klinikums angefordert, um eine Patientin in akuter Lebensgefahr abzuholen. „Bei der Patientin lag ein Riss der Hauptschlagader vor, was eine unmittelbare Notoperation in einem Zentrum mit herzchirurgischer Abteilung erfordert“, sagt Priv.-Doz. Dr. Christoph Adler, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin am Klinikum Leverkusen. Als nächstgelegenes Zentrum dieser Art wurde die Uniklinik Bonn auf die Ankunft der Patientin vorbereitet. „Diese ist so weit entfernt, dass eine Verlegung per Rettungswagen einen lebensentscheidenden Zeitverlust bedeuten könnte.“
Der Einsatz des gelben ADAC-Hubschraubers, der nach der Alarmierung umgehend vom Flughafen Köln/Bonn in Richtung Leverkusen startete, war somit von immenser Bedeutung. Doch wie bekannt,
ist am hiesigen Klinikum eine Landung nicht ohne Weiteres möglich. Es mangelt derzeit noch an einem ausgewiesenen Landeplatz, wie er zukünftig auf dem Dach eines Gebäudeteils errichtet werden soll. So stand auch bei dem aktuellen Helikoptereinsatz nur die Rasenfläche am Kreisverkehr vor der Zentralen Notaufnahme zur Verfügung, die kurzfristig von Kräften der Berufsfeuerwehr Leverkusen abgesichert wurde.
„Wichtig, dass der Hubschrauber bald auf unserem Dach landen kann“
Aufgrund der beengten Verhältnisse benötigte der Pilot mehrere Versuche, um den Helikopter auf den Boden zu bringen. „Dadurch verlieren wir unnötigerweise wichtige Minuten“, verdeutlicht Priv.-Doz. Dr. Christoph Adler und betont: „Es wird Zeit, dass mit dem Bau des geplanten neuen Landeplatzes begonnen wird, damit derartige Verzögerungen und Gefährdungen in Zukunft vermieden werden.“ Aktuell befindet sich das Projekt zur finalen Freigabe im luftfahrtrechtlichen Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung in Düsseldorf.
Die erneute Landung auf dem Klinikum-Gelände zeigt einmal mehr, wie wichtig ein Lufttransport für die Versorgung der Menschen in Leverkusen und der Region ist. In allen bisherigen Fällen konnten – durch die aufwändige Zusammenarbeit zwischen der Luftrettung, der Berufsfeuerwehr, der Polizei und dem Klinikum – Leben gerettet werden. Adler stellt jedoch klar: „Es ist wichtig, dass der Rettungshubschrauber möglichst bald auf unserem Dach landen kann.“